SGS-SSS - Schweizerische Zeitschrift für Soziologie

Aktuelles Heft

Vol. 41 Issue 3, 2015

Das Sonderheft zur Rentenpolitik analysiert und reflektiert beobachtete und vorgesehene Veränderungen in diesem sozial und politisch sensiblen Themenfeld von Sozialpolitik wie auch allgemeine Anpassungen an neue sozio-demographische Entwicklungen. Die in der Schweiz angekündigten Reformschritte dürften für zukünftige Generationen von Altersrentnern wichtige Konsequenzen zeitigen. Einige Veränderungen sind schon jetzt feststellbar, etwa in der Richtung, dass sich die Übergänge vom Erwerbsleben in den Ruhestand verschieben und verwischen. Auch Konzepte und Werthaltungen zum Ruhestand wandeln sich, namentlich weil aktivitätsorientierte Prinzipien in gesellschaftlichen Diskursen auch auf Altersrentner und Alters­rentnerinnen ausgedehnt werden. Diskussionen zur Alters(teilzeit)arbeit oder zu beruflich aktiven Pensionierten illustrieren die Auflösung früherer Zuordnungen.

Die einbezogenen Beiträge präsentieren einen breiten Überblick zu den Herausforderungen und Spannungsfeldern rund um die Rentenpolitik in der Schweiz, auch im Vergleich zu Entwicklungen in anderen europäischen Ländern.

 

Jenny Assi > Die Aufgaben des Schweizer Rentensystems: zwischen individueller Verantwortung und beschänkter Rationalität

Boris Wernli, Valérie-Anne Ryser, und Carmen Borrat-Besson

 

Subjektives Wohlbefinden: die Auswirkungen des Renteneintritts in der Schweiz
Nathalie Burnay > Aktives Altern im Betrieb: Stigmatisierungen und Mängel, Blickwechsel aus Belgischer Sicht
Marion Repetti

> Active Ageing in den Augen von Pensionierten

Laure Kaeser und Jonathan Zufferey > Aktives Altern in der Empirie am Beispiel des Strukturgleichungsmodells. Der Fall von alternden Migranten in der Schweiz
Rainer Gabriel, Michel Oris, Matthias Studer und Marie Baeriswyl > Persistenz sozialer Schichtung? Alterarmut in der Schweiz aus einer Lebenslaufperspektive
Blaise Guinchard, Mélanie Schmittler, Marie-Laure Gally, Michael Amiguet und Alpha Barry > Unvollkommenheiten des Sozialversichungssystems: das Beispiel der Jungrentner mit knappen Mitteln bei Pflegebedarf