KUNST- UND KULTURSOZIOLOGIE

Aktuell

Call for abstracts

Das Forschungskomitee Kunst- und Kultursoziologie (Foko-KUKUSO) organisiert einen Workshop beim SGS-Kongress 2017 „Gemeinwohl und Eigeninteresse“ an der Universität Zürich, 21.-23. Juni 2017 zum Thema

„Kollektive Kunst und Künstlerkollektive“

!DEADLINE: 12. FEBRUAR 2017!

Sociologie der Kunst_Call_for_abstracts_2017_D

Ziele

Das 2009 im Rahmen der SGS gegründete Forschungskomitee Kunst- und Kultursoziologie (kurz: Foko- KUKUSO) soll alle Soziologinnen und Soziologen national ja international vernetzen, die über Objekte wie kulturelle Formen und Praktiken, künstlerische Arbeit, Kulturindustrien oder Kulturpolitiken arbeiten.

Die Kunst- und Kultursoziologie hat sich in den letzten 30 Jahren auf internationaler Ebene stark entwickelt, wovon namentlich die Gründung von einschlägigen Forschungskomitees im Rahmen der ISA, der ESA und der AISLF zeugt, wie auch die mannigfaltigen Aktivitäten, welche die diesbezüglichen Sektionen der DGS (Arbeitskreis Soziologie der Künste) und der ÖGS initiieren. In der Schweiz bietet das Foko-KUKUSO allen Forscherinnen und Forschern – insbesondere unseren Doktorandinnen und Doktoranden – die Möglichkeit, die Ergebnisse ihrer Arbeit zu konfrontieren sowie die der Kunst- und Kultursoziologie eigenen theoretischen, methodologischen und arbeitstechnischen Fragen zu erörtern.

Der Zeitpunkt ist gekommen, den Dialog zu pflegen und die wissenschaftliche Kommunikation auf diesem Gebiet auf nationaler Ebene und darüber hinaus zu verstärken. Als Land im Herzen Europas mit mehreren Sprachen und Wissenschaftstraditionen kann die Schweiz zu einer interessanten Schnittstelle der unterschiedlichen Denkschulen auf diesem Gebiet werden.

Das Foko-KUKUSO zählt zurzeit über 40 Mitglieder in der Schweiz sowie in Frankreich, Deutschland, Österreich und Großbritannien.

Tätigkeiten

2016 Vier Mitglieder des Komitees – Andre Ducret (UNIGE), Andrea Glauser (UNILU), Olivier Moeschler (UNIL) und Valérie Rolle (London School of Economics und UNIL) – co-editierten ein Spezialheft der Schweizerischen Zeitschrift für Soziologie (SZS) zu “Kunst, Arbeit und (De-)Regulation” (Sommer 2017). Olivier Moeschler mit Andrea Glauser und Valérie Rolle haben zusammen mit Franz Schultheis, Patricia Holder und Thomas Mazzurana am Institut für Soziologie der Universität St. Gallen das internationale Kolloquium “Kunst & Märkte. Alienation oder Emanzipation?” organisiert (17.-18. November), mit über 25 Vortragenden aus der Schweiz, Deutschland, Frankreich, Italien, Belgien, Singapur und Keynotes von Ulf Wuggenig und Steffen Rudolph (Leuphana Universität Lüneburg), Alain Quemin (Universität Paris-8) und Nathalie Moureau (Universität Paul-Valéry – Montpellier 3). Dieses Event fand in der Militärkantine (www.militaerkantine.ch) und an der UNISG statt und wurde von der SAGW unterstützt.

2015 Zum Einen beschäftigte der SGS-Kongress an der UNIL am 3.-5. Juni „Kollektive Dynamiken, soziale (De-)Regulierung und Öffentlichkeit“ das Komitee weiter. Ausser der Teilnahme des Präsidenten, Olivier Moeschler, am Organisationskomitee, stellen Valérie Rolle (UNIL), Marc Perrenoud (UNIL), André Ducret (UNIGE) und Olivier Moeschler (UNIL) vier Workshops mit insgesat 12 Vorträgen auf unter dem Titel „Kunstberufe zwischen Deregulierung und Selbstregulierung“. Das Komitee arbeitete zum Anderen an der Organisation eines internationalen Treffens zum Thema Kunst und Markt durch das Foko-KUKUSO mit KollegInnen der UNISG und einer Hilfe der SAGW.

2014 Der (erweiterte) Band ab dem Freiburger Kolloquium von 2012 erschien Ende Jahr (mit Publikationsjahr 2015): Dagmar Danko, Olivier Moeschler, Florian Schumacher (Hsg.), Kunst und Öffentlichkeit (Reihe „Kunst und Gesellschaft“), Springer VS, Wiesbaden. Mehrere Foko- Mitglieder nahmen an der Organisation des SGS-Kongress 2015 in Lausanne teil.

2013 Im Rahmen des SGS-Kongresses 2013 – Ungleichheit und Integration in der Krise, Universität Bern, 26.-28. Juni 2013 wurde vom Komitee eine Plenarsitzung und ein Workshop organisiert unter dem Titel „Von der Demokratisierung zur Integration? Kunst und Kulturpolitik im Wandel“, von André Ducret (UNIGE), Lisa Marx (UNIGE), Olivier Moeschler (UNIL), Miriam Odoni (UNIGE), Valérie Rolle (UNIL), und Natalie Schwarz (UNIL). In der Plenarsitzung gab es Vorträge von Tasos Zembylas (University for Music and Performing Arts, Vienna), Hans-Peter Meier-Dallach (cultur prospectiv / World Drives Association and IB-Hochschule Berlin) und Olivier Moeschler (UNIL). Die Editierungsarbeiten am Band nach dem Freiburger Kolloquium von 2012 wurden weiter vorgenommen.

2012 Mehrere Mitglieder des Foko-KUKUSO nahemn am internationalen Kongress der AISLF teil, das alle 4 Jahre stattfindet und in Rabat gehalten wurde (Juni 2012). Gemeinsam mit den deutschen KollegInnen des Arbeitskreises für die Soziologie der Künste wurde Ende 2012 ein internationales Kolloquium organisiert in Freiburg-in-Breisgau von Dagmar Danko and Florian Schumacher (Universität Freiburg-im-Breisgau) sowie André Ducret (UNIGE) and Olivier Moeschler (UNIL) mit annähernd 20 Vorträgen zum Thema „Kunst in der Öffentlichkeit“ mit einer Unterstützung der SGS. Die Publikation eines Sammelbandes wurde gestartet (2014).

2011 Im September hat sich das Foko am Rande des 10. ESA- Kongresses „Social Relations in Turbulent Times“ getroffen. Gemeinsam mit dem ESA-RN Nr. 2 Sociology of the Arts hat das Foko-KUKUSO Joint Sessions zu Kunst- und Kulturberufen organisiert. Ein Sammelband der Beiträge der Plenar- und Ateliersessions am 2009 SGS-Kongress erschien bei L’Harmattan: André Ducret, Olivier Moeschler (Hsg.), Nouveaux regards sur les pratiques culturelles (2011).

2010 Das Foko-KUKUSO har ein weiteres wissenschaftliches Treffen gehalten, das Ende Mai 2010 an der Universität Bern unter der Leitung von Andrea Glauser (UNIBE) und Olivier Moeschler (UNIL) stattgefunden hat und dem Austausch über laufende Projekte gewidmet war. Die Arbeiten an der Publikation nach dem SGS-Kongress 2009 gingen weiter.

2009 Das Foko-KUKUSO hat sein erstes wissenschaftliches Treffen im Rahmen des Genfer SGS-Kongresses, am 7.-9. September 2009, gehalten, an dem André Ducret und Olivier Moeschler verantwortlich zeichneten für die Organisation einer Plenumsveranstaltung „Kulturverhalten und Publikumsidentitäten“ sowie zweier Ateliersessionen unter dem Titel „Die soziologische Analyse des ‚Kulturverhaltens’: kollektive Zwänge und individuelle Logiken im Wandel der Lebensformen“. Ein Sammelband dieser Beiträge erschien 2011.

Mehr Details zu diesen Aktivitäten finden sich in den Jahresberichten des Komitees.

Diese Aktivitäten kommen in den Genuss von punktuellen, willkommenen SGS-Zuwendungen. Das Foko-KUKUSO kann, falls er es so beschließt, eine jährliche Zuwendung und/oder andere Geldzuwendungen von seinen Mitgliedern einnehmen.

Perspektiven

2017 findet der zweijährliche SGS-Kongress im Juni an der Universität Zürich statt mit dem Thema “ Gemeinwohl und Eigeninteresse ”. Das Foko-KUKUSO wird einen oder mehrere Workshops organisieren zu “Kollektive Kunst und Künstlerkollektive
Das ‘Kunstschaffen’ im Spannungsfeld zwischen Eigeninteresse und Gemeinwohl”, unter Federführung von Olivier Moeschler (UNIL) und Valérie Rolle (SNF und UNIL) mit Michael Gauthier (UNIBE) und Nuné Nikoghosyan (UNIGE).

Gründungsmitglieder

Am 15. Mai 2009 waren folgende Personen Gründungsmitglieder des Foko-KUKUSO:

  • André DUCRET, Nadia CAPUZZO DERKOVIC, Magali DUBEY, Miriam ODONI, Département de sociologie, Université de Genève
  • Andrea GLAUSER, Institut für Soziologie, Universität Bern
  • Olivier MOESCHLER und Valérie ROLLE, Universität Lausanne
  • John WÄFLER, Soziologisches Seminar, Universität Luzern

Jedes SGS-Mitglied sowie jede von den Foko-Verantwortlichen eingeladene Person können an dessen Aktivitäten Teilnehmen.

Kontaktperson

Dr. Olivier MOESCHLER

Präsident

Associate researcher
 LACCUS Laboratoire capitalisme, culture et société
und OSPS Observatoire Science, Politique et Société,
Universität Lausanne

Natel +41 79 566 70 27

olivier.moeschler@unil.ch  

Postadresse:

LACCUS-UNIL,
Batiment Géopolis CH-1015 Lausanne

Die Kontaktperson ist zweisprachig deutsch-französisch.